Großbottwar, 5. November 2025 – Mit dem feierlichen Spatenstich wurde heute der Baubeginn für ein zukunftsweisendes Projekt in Großbottwar eingeläutet. Die Bäckerei Nestel als Bauherr, Bürgermeister Herr Zimmermann sowie Vertreter der bauausführenden Firma, Fertigbau Harsch versammelten sich auf dem Baugelände, um gemeinsam den symbolischen ersten Spatenstich zu setzen. Entstehen wird eine moderne Großbäckerei mit großzügiger Verkaufsfläche, einem einladenden Café samt Terrasse, modernen Büro- und Sozialräumen – ein Ort der Begegnung, des Genusses und des traditionellen Bäckerhandwerks.
Das Bauvorhaben beeindruckt durch seine Dimensionen: Auf einer Nutzfläche von rund 9.000 Quadratmetern entsteht ein Gebäudekomplex mit einem umbauten Raum von etwa 43.900 Kubikmetern. Über 810 Stahlbetonfertigteile mit einem Gesamtgewicht von rund 7.500 Tonnen werden verbaut. Das schwerste Element – ein Träger der Dachkonstruktion – bringt allein 32 Tonnen auf die Waage und überspannt nahezu 30 Meter. Zusätzlich werden rund 350 Tonnen Baustahl eingesetzt, um die Tragstruktur des Gebäudes zu realisieren.
Ein besonderes Highlight des Projekts ist der geplante Drive-In im Verkaufsbereich. Dieses innovative Konzept wird den Komfort für Kundinnen und Kunden erheblich steigern und das Einkaufserlebnis neu definieren. Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Bauvorhaben Maßstäbe: Das Gebäude wird mit einer Photovoltaikanlage, einer Windkraftanlage sowie einer effizienten Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung.
Seit Mitte September laufen bereits die Fundamentarbeiten, und mit dem heutigen Tag beginnt die Montage der ersten Stahlbetonfertigteile. Der Rohbau soll bis Mai 2026 abgeschlossen sein, der Innenausbau bis Ende Mai 2027. Im Anschluss folgt die Inbetriebnahme der hochmodernen Bäckereitechnik.
Ein emotionaler Moment der heutigen Zeremonie war das Befüllen einer Zeitkapsel, die im Fundament des Treppenhauses einbetoniert wird. Sie enthält Dokumente und Erinnerungsstücke als Gruß an die Zukunft und als Zeugnis für kommende Generationen.
Verwendet wurde hierfür ein Steinzeugrohr – ein traditionsreiches Produkt, das die Firma Harsch in früheren Zeiten selbst hergestellt hat. Mit diesem Projekt entsteht nicht nur ein neuer Produktionsstandort, sondern ein lebendiger Treffpunkt für die Region – ein Ort, an dem Handwerk, Innovation und Gemeinschaft aufeinandertreffen.


